Abschlusskurse
Der Abschlusskurs dient zur Vertiefung der Kenntnisse und Fähigkeiten. Die Voraussetzungen für die Teilnahme am Abschlusskurs sind Ultraschallkenntnisse und praktische Erfahrungen, sowie die Absolvierung des Grund- und Aufbaukurses.
Abschlusskurs Bewegungsapparat
Übersicht der Kursanforderungen:
- Mindestens 16 Unterrichtseinheiten á 45 Minuten
- Kurs an 2 Tagen
- 50 % praktische Übungen mit maximal 5 Teilnehmern pro Ultraschallgerät und Tutor
- Prüfung der praktischen Fähigkeiten durch Vorlage und Besprechung von 400 selbst durchgeführten Untersuchungen sowie praktische Prüfung am Gerät, wenn KV-konform
Inhalte:
Wiederholung und Vertiefung der in Grund- und Aufbaukurs erlernten Einstellungen der Standardpositionen, Vertiefung der praktischen und theoretischen Kenntnisse in der Sonografie von pathologischen Befunden. Zusätzlich Spezialfragestellungen, wie z.B. interventionelle Maßnahmen (Sonografie-gestützte Punktionen und Infiltrationen), Elastografie, Power-Duplexsonografie der Gelenke.
Hierbei handelt es sich um die Mindestanforderungen, diese können von den Kursleitern noch erweitert werden.
Abschlusskurs Sonografie Säuglingshüfte
Der Abschlusskurs entspricht in seinen Lehrinhalten vollständig den Vorgaben eines Refresher-Kurses gemäß Anlage V Anhang 1 der Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zur Ultraschalldiagnostik (Ultraschall-Vereinbarung).
Ziel des Abschlusskurses ist es die Lerninhalte des Grund- und Aufbaukurses zu wiederholen, individuelle Wissenslücken und individuelle Fehler aufzuspüren und selbständig durchgeführte Untersuchungen auf Korrektheit zu überprüfen.
Übersicht der Kursanforderungen:
- Mindestens 12 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten
- Kurs an mindestens einem Tag
- ≥ 50 % praktische Übungen
- Maximal 5 Teilnehmer pro Ultraschallgerät und Tutor
- Maximal 20 Teilnehmer je Kursleiter
Inhalte:
Eingangstest
Ziel: Erfassung individueller Wissenslücken
- Anatomische Identifizierung, Brauchbarkeitsprüfung
- Messtechnik
- Typisierung nach Graf
- Kipp- und Drehfehler
- Theorie der Untersuchungstechnik
Theorie
- Anatomische Identifizierung (Checkliste I)
- Brauchbarkeitsprüfung (Checkliste II)
- Messtechnik (Alpha-/Beta-Winkel, Sonometer)
- Typeneinteilung nach Graf inklusive Deskription
- Sonographische Instabilität, elastische Federung, dynamische Stressuntersuchung
- Befundstandard (sonographisch und formal)
Praxis
- Systematische Deskription der Befunde an exemplarischen Sonogrammen
Lagerung / Abtasttechnik
Theorie
- Lagerung des Säuglings
- Lagerungsschale, Schallkopfführung
- Demonstration Abtasttechnik am Phantom und am Säugling
Praxis
- Abtasttechnik am Phantom und am Säugling
- Von der anatomischen Identifizierung bis zum definitiven Befund
Fehlerquellen
Theorie
- Kippfehler und deren Vermeidung
- Kippfehler versus Drehfehler und Korrekturmaßnahmen
Praxis
- Erkennen von Kippfehlern, Drehfehlern an exemplarischen Sonogrammen
- Therapeutische Konsequenz
- Sonografie-gesteuerte Therapie
- Indikationsstellung abhängig vom Befund
- Anlage von Orthesen
- Anlage eines Becken-Bein-Gipses
- Strategisches Vorgehen in der Behandlung
Qualitätssicherung / Dokumentation
- Besprechung vorgelegter eigener Sonografien
- Strukturierte Analyse von mindestens 200 eigenen Fällen
- Fokus auf anatomische Identifizierung, Messtechnik, Typisierung, Befundstandard
- Verbesserung der Dokumentationsqualität nach KBV-Anforderungen (§12, Anlage V)
- Qualitätssicherung der sonografischen Untersuchung der Säuglingshüfte
- Forensische Aspekte
Abschlusstest
- Überprüfung: anatomische Identifikation, Messtechnik, Typisierung, therapeutische Konsequenz
- Leistungsbewertung und Evaluation
