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Weiterbildung Ultraschalldiagnostik

Eine gute Weiterbildung in der Ultraschalldiagnostik ist Voraussetzung dafür, die Qualität des Ultraschalls in allen Bereichen zu sichern. Zuständig für die Weiterbildung sind die Bundes- und Landesärztekammern. In der Musterweiterbildungsordnung bzw. in den Weiterbildungsordnungen der Länderkammern sind die Inhalte für die Ultraschalldiagnostik festgeschrieben. Diese werden derzeit novelliert und zwischen Bundes- und Landesärztekammern abgestimmt. Gremien der DEGUM waren an der Formulierung der vorgeschlagenen Texte beteiligt. In den Richtlinien zum Inhalt der Weiterbildung sind aber lediglich Untersuchungszahlen hinterlegt und keine Qualitätskriterien für die Ausbildung angegeben.

Die DEGUM beklagte in den vergangenen Jahren eine zunehmend schlechter werdende Qualität der Ultraschallausbildung in den Kliniken. Verantwortlich dafür sind insbesondere die nicht näher bezeichnete Qualifikation des Weiterbildungsermächtigten und die nicht präzisierten apparativen Voraussetzungen. Qualitätsstandards werden jedoch (vermutlich) leider auch in der novellierten Weiterbildungsordnung nicht aufgenommen werden.

Zur Qualitätssteigerung und -sicherung besteht seit einigen Jahren die Möglichkeit, Ultraschallabteilungen zu zertifizieren. Zur weiteren Verbesserung der Ultraschallqualität muss darauf geachtet werden, dass der Ultraschall in Leitlinien etabliert wird. Hier sollte auch, wie z.B. bei der Leitlinie „Hepatozelluläres Karzinom“ geschehen, die Qualifikation des Ultraschallers (z.B. DEGUM Stufe II) im Leitlinientext aufgeführt werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch die Durchführung guter Studien, welche den Stellenwert des Ultraschalls belegen. Nur hierdurch kann es gelingen, dass der Ultraschall bzw. die Qualifikation des Ultraschallers, Eingang in die Leitlinien finden.

Unverändert sinnvoll ist der Kontakt zwischen DEGUM-Verantwortlichen zu maßgeblichen Vertretern und Funktionären der Landesärztekammern.