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Mehrstufenkonzept & Zertifizierung

Die frühzeitige pränatale Diagnose fetaler Erkrankungen, Entwicklungsstörungen und Fehlbildungen führt in vielen Fällen zu einer Senkung der perinatalen Mortalität und Morbidität. Da mehr als 80 Prozent der betroffenen Feten keiner Risikogruppe angehören, kann dies nur über ein Ultraschall-Screening erreicht werden, wie es in den Mutterschaftsrichtlinien verankert ist.

Das Drei-Stufen-Konzept gewährleistet durch seine Qualitätsanforderungen an Untersucher und Gerätetechnik, dass ein flächendeckendes Screening (Stufe I) in ausreichender Qualität durchgeführt werden kann, und auffällige Befunde durch speziell ausgebildete und qualifizierte Untersucher (Stufe II und III) weiter abgeklärt werden.

Es soll so eine hochwertige Ultraschalldiagnostik von der qualifizierten Basisdiagnostik bis zu den Referenzzentren in Klinik und Praxis sicherstellen.

Die Sonografie der weiblichen Genitalorgane gewährleistet eine standardisierte Basisuntersuchung sowie die erweiterte Diagnostik durch spezialisierte Untersucher und führt insbesondere in der Frühdiagnostik von Ovarialkarzinomen sowie in der Differentialdiagnostik von klinisch und sonografisch auffälligen Befunden zu größerer Genauigkeit der Diagnosen (Gültig ab 01.01.2020).

Definierte Anforderungen bei der Zertifizierung und Rezertifizierung der entsprechenden DEGUM-Stufen sichern die Konstanz der Qualifizierung.

(Stand: 28. Juni 2019)