DEGUM-Stufe I

Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der Erkennung von Hinweiszeichen für fetale Erkrankungen, Entwicklungsstörungen und Fehlbildungen im Zeitraum der 19. bis 22. Schwangerschaftswoche und der intradisziplinären Zusammenarbeit mit Untersuchern der DEGUM-Stufen II und III. Es sollen darüber hinaus wichtige anamnestische Risikofaktoren erhoben und beachtet werden (u. a. Anlage 1c der Mutterschaftsvorsorge).

Ablauf

Die Begutachtung der Zertifizierungs- und Rezertifizierungsanträge der Stufe I erfolgt durch die Kursleiter und die Regionalvertreter der Sektion.

Es ist den Gutachtern vorbehalten Bilder vom Antragsteller nachzufordern. In diesem Fall erfolgt die Nachbegutachtung durch denselben Auditor. Wird ein Antrag abgelehnt, kann innerhalb von drei Monaten Einspruch bei der Geschäftsstelle Büro Berlin erhoben werden. In diesem Fall erfolgt ein Zweitgutachten durch einen neuen, durch das Board bestimmten, Auditor. Bei zweimaliger Ablehnung muss ein Neuantrag gestellt werden.

Die Zertifizierung ist personenbezogen und gilt für 6 Jahre. Das Mitglied ist verpflichtet, seine Rezertifizierung 3 Monate vor Ablauf der Frist selbst zu beantragen. Wenn dies nicht erfolgt, kann die Geschäftsstelle bis maximal 3 Monate nach Ablauf der Frist eine einmalige Erinnerung erstellen. 3 Monate nach Ablauf der Frist  oder Erteilung der Erinnerung müssen die Unterlagen vollständig vorliegen, sonst erlischt die Zertifizierung und ein Neuantrag ist erforderlich.

Wichtig: Mit der Erteilung der Zertifizierung beginnt der Zeitraum, aus dem die Fortbildungsnachweise für die bevorstehende Rezertifizierung stammen müssen.

Sollten Sie langfristig die nächst höhere Stufe anstreben, setzen Sie sich bitte rechtzeitig mit den Voraussetzungen auseinander.

Anforderungen Stufe I

Für Fachärzte

  • Mitgliedschaft in der DEGUM
  • Vorlage einer Bilddokumentation von zehn Fällen nach dem Qualitätsstandard der DEGUM-Stufe I, Zeitraum 19. bis 22. SSW (Biometriemessebenen Kopf, Abdomen, Femur oder Humerus mit den entsprechenden Messungen und Darstellungen von Kleinhirn, Vier-Kammer-Blick, Magen und Harnblase)
  • Unterschriebene Bescheinigung dass die Untersuchungen selbst durchgeführt wurden (s. Links)
  • Es ist eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 55,00 € zu entrichten (s. Antragformular)

Für Nichtfachärzte

  • Mitgliedschaft in der DEGUM
  • 18 Monate ärztliche Tätigkeit in der Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Nachweis von 300 selbst durchgeführten geburtshilflichen Ultraschalluntersuchungen und 300 selbst durchgeführten gynäkologischen Ultraschalluntersuchungen. Der Nachweis der Untersuchungen muss über Dokumente (Bilder) erfolgen und kann nicht über kumulative Bescheinigungen erbracht werden (Ausnahme: Bei Tätigkeit in einem Ultraschallzentrum der DEGUM-Stufen II oder III werden Bescheinigungen der DEGUM-Ausbilder der Stufen II und III akzeptiert
  • Vorlage einer Bilddokumentation von 10 Fällen nach dem Qualitätsstandard der DEGUM-Stufe I, Zeitraum 19. bis 22. SSW (18+0 - 21+6) (Biometriemessebenen Kopf, Abdomen, Femur oder Humerus mit den entsprechenden Messungen und Darstellungen von Kleinhirn, Vier-Kammer-Blick, Magen und Harnblase)
  • Unterschriebene Bescheinigung dass die Untersuchungen selbst durchgeführt wurden (s. Links)
  • Es ist eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 55,00 € zu entrichten (s. Antragformular)

Rezertifizierung

  • Vorlage einer Bilddokumentation von 10 Fällen nach dem Qualitätsstandard der DEGUM-Stufe I , Zeitraum 19. bis 22. SSW (Biometriemessebenen Kopf, Abdomen, Femur oder Humerus mit den entsprechenden Messungen und Darstellungen von Kleinhirn, Vier-Kammer-Blick, Magen und Harnblase)
  • Unterschriebene Bescheinigung dass die Untersuchungen selbst durchgeführt wurden (s. Links)
  • Es ist eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 55,00 € zu entrichten (s. Antragformular)

Ab dem 1. Januar 2015 gilt folgender Beschluss:
Ab dem 65. Lebensjahr besteht für alle zertifizierten DEGUM-Mitglieder in der Sektion Gynäkologie und Geburtshilfe keine Notwendigkeit einer erneuten Rezertifizierung mehr. Auf Wunsch kann diese aber weiterhin nach den bekannten Regularien erfolgen. Damit gilt die letzte erreichte Stufe nach dem 65. Lebensjahr lebenslang. Die Mitglieder der Sektion sollten das Erreichen der Altersgrenze der Geschäftsstelle der DEGUM anzeigen.

(Stand: 23.5.2017)