Neues modulares DEGUM-Kurssystem

2013 hat die DEGUM in den Sektionen Innere Medizin, Radiologie und Chirurgie mit der Einführung eines neuen zweistufigen Kurssystems begonnen. Es modifiziert das bisherige dreistufige System aus Grundkurs, Aufbaukurs und Abschlusskurs. Hintergrund ist die Tatsache, dass sich die Ultraschallausbildung gegenüber der Entstehungszeit des aktuellen KV-Kurssystems in praktisch allen Fachgebieten fundamental geändert hat.

Im Gegensatz zu früher beginnt die Ultraschallausbildung oft schon im Studium und ist fester Bestandsteil fast aller Weiterbildungsgebiete. Die meisten Facharztanwärter bekommen Ultraschall-Kenntnisse von ihrem Weiterbildungsermächtigten bestätigt und müssen Ultraschallkurse nicht obligat besuchen. DEGUM-Kurse sind heute eher eine Ergänzung, die Lücken bei der Ausbildung und Supervision im eigenen Krankenhaus schließt und damit eine hohe Qualität der Ultraschalldiagnostik gewährleistet.

Nach Absolvierung von Grund- und Aufbaukurs können Sie Ihre Kenntnisse optional vertiefen:  Dazu wurden 10 attraktive Module geschaffen. Module sind Postgraduierten-Kurse zur Vertiefung/Intensivierung spezieller Fachgebiete bzw. Methodenkompetenzen. Hierbei handelt es sich um Ultraschallkurse mit mindestens acht Kursstunden à 45 Minuten. Im Gegensatz zu den bisherigen Refresherkursen sollen auch in den Modulen mindestens 50 Prozent der Unterrichtszeit für praktische Übungen zur Verfügung stehen. Ist ein Praktikum z. B. aus ethischen Gründen nicht möglich, sind alternativ Live-Demonstrationen, Übungen an Simulatoren oder Videodemonstrationen mit Diskussion zugelassen.

Kollegen, deren fachliche Qualifikation nicht in ihrer Facharztweiterbildung enthalten ist und die eine KV Zulassung nach §6 der Ultraschallvereinbarung 2016 anstreben, können anstelle des bisherigen Abschlusskurses auch zwei Module (incl. Abschlussprüfung) besuchen.

Zertifizierte Kurse finden Sie im:

Kursportal der Ultraschall-Akademie der DEGUM