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Mehrstufenkonzept & Zertifizierung

Einführung

Ziel der Einführung eines Mehrstufenkonzeptes ist eine flächendeckende Versorgung mittels Ultraschalldiagnostik in der Bundesrepublik Deutschland, bestehend aus einer qualifizierten Basisdiagnostik und einer ausreichenden Dichte von Referenzzentren in Klinik und Praxis. Das Konzept wird von der DEGUM in Zusammenarbeit mit den Sektionen und Arbeitskreisen umgesetzt. Die Einteilung in die Stufen I bis III bezieht sich auf die Untersucherqualität und Gerätequalität gemäß dem Beschluss der erweiterten Vorstandssitzung vom 14.01.2008.

Die Stufen II und III beinhalten dabei automatisch die Ausbilderfunktion, die Stufe III die Nominierung zum Kursleiter.

Die Laufzeit für das Zertifikat sowie für die Stufen I bis III beträgt sechs Jahre.

Für die Beantragung der Stufen ist eine Bürgschaft von DEGUM-Stufe III oder Stufe II-Untersuchern erforderlich (siehe Antragsformulare). Für die Stufen I und II ist mindestens ein Bürge aus der Sektion Radiologie erforderlich, für die Stufe 3 sind zwei Bürgen aus der Sektion Radiologie erforderlich.

Die Mitgliedschaft in der DEGUM als auch in der Sektion Radiologie sind ebenfalls Voraussetzung für eine Zertifizierung im Mehrstufenkonzept.

Die Sektion Radiologie vergibt auf Antrag ein Zertifikat für Kollegen, die die Kriterien für DEGUM Stufe I erfüllen, aber noch nicht die Facharztprüfung für Radiologie abgelegt haben. Dieses DEGUM Ausbildungszertifikat wird nach Vorlage des Facharztzeugnisses in den DEGUM-Stufe-I-Status umgeschrieben. Die Beantragung erfolgt analog zum Antrag auf Anerkennung der DEGUM Stufe I (siehe Link unten auf dieser Seite).

Qualitätssystem

Stufe I:

Aufgabe des Stufe I-Untersuchers ist die sonographische Basisdiagnostik zur qualitativen Allgemeinversorgung.

Beispielhaft zählt hierzu die Erkennung von Krankheitsbildern hoher Prävalenz mit erwiesenermaßen hoher diagnostischer Sicherheit und leichter Erlernbarkeit, für die ein relativ einfacher apparativer Aufwand nötig ist. Der Untersucher muss in der Lage sein zu entscheiden, welche weiteren diagnostischen Schritte zur Abklärung eines Befundes erforderlich und geeignet sind. Er muss erkennen, in welchen Situationen eine Sonographie durch einen Stufe II- bzw. Stufe III-Untersucher in der Lage ist, andere bildgebende diagnostische Verfahren zu ersetzen.

Da dieser Untersucher seine Befunde eigenverantwortlich erstellt, muss er die Facharztqualifikation haben.

Stufe II:

Aufgabe des Stufe II-Untersuchers ist die hochqualifizierte Sonographie.

Diese umfasst zusätzlich zu den Aufgaben der Basisdiagnostik die Referenzdiagnostik für die Stufe I-Untersuchung. Der Stufe II-Untersucher ist für über die Basisdiagnostik hinausgehende sonographische Fragestellungen zuständig. Die Qualifikation der Stufe II beinhaltet die Qualifikation der Stufe I. Stufe II-Untersucher sind prinzipiell zur Ausbildung befähigt.

Statuten DEGUM Stufe II der Sektionen Innere Medizin und Radiologie

Stufe III:

Aufgabe des Stufe III-Untersuchers ist zusätzlich zur Basis-Sonographie die höchstqualifizierte Sonographie im entsprechenden Fachgebiet. Neben den Aufgaben der Stufe I- und Stufe II-Untersucher ist er zuständig für gutachterliche Fragen in der Ultraschalldiagnostik. Die Qualifikation der Stufe III beinhaltet die Qualifikation der Stufen I und II. Die Stufe III ist Referenz-Sonographie für die Stufen I und II; die Untersucher zeichnen sich zusätzlich durch Ihre wissenschaftliche/akademische Arbeit auf dem Gebiet der Sonographie sowie durch Ihren Einsatz in Weiter- und Fortbildung aus.

Einsatzgebiete

Da sich die Sektion Radiologie mit allen das radiologische Fachgebiet betreffenden Organen bzw. Organsystemen beschäftigt, werden die o. g. Qualitätsstufen für unterschiedliche Einsatzgebiete verliehen. Exemplarisch seien die Ultraschalldiagnostik (B-Bild, Farbdoppler Duplexsongrpahie, kontrast-verstärkte Sonographie) des Abdomens und Retroperitoneums einschließlich der abdominellen Gefäße, die Sonographie der Schilddrüse, des Thorax, der Halsorgane, des Skelettsystems und des Weichteilgewebes, der zentralen und peripheren Gefäße, der Hoden und der Mamma sowie der Lymphknoten (einschließlich Hals-, Leisten- und Axillalymphknoten) genannt. Ebenso gehört die kritische Wertung des Ultraschalls in Relation zu anderen bildgebenden Verfahren wie Projektionsradiographie, Computertomographie und Magnetresonanztomographie bei allen zuvor genannten Ultraschallanwendungen zum Aufgabenbereich der Sektion Radiologie.

Prinzipiell ist Voraussetzung für jede Stufeneinteilung die Mitgliedschaft in der DEGUM. Die jeweilige Qualitätsstufe wird auf Antrag nach Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen erteilt. Wie jede Sektion kann die Sektion Radiologie dabei für alle im jeweiligen Fachgebiet, Schwerpunkt oder Fachbereich, in dem gemäß Weiterbildungsordnung eingehende bzw. besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Ultraschalldiagnostik in dem Anwendungsbereich gefordert werden, den Status erteilen(, die Arbeitskreise für das sie jeweils betreffende Gebiet). Um zu vermeiden, dass Sektionen und Arbeitskreise unterschiedliche inhaltliche Anforderungen für das gleiche Einsatzgebiet haben, sind die Voraussetzungen mit dem Vorstand der DEGUM abzustimmen, entsprechend wird sich die Sektion Radiologie an die von einem Arbeitskreis erstellten Richtlinien orientieren (z. B. Arbeitskreis vaskulärer Ultraschall, Arbeitskreis Bewegungsorgane, Arbeitskreis Thoraxsonographie).

Hinweis:

Für die Antragsstellung wird eine Bearbeitungsgebühr von 50,00 Euro erhoben, der Antrag nebst geforderten Unterlagen ist an die DEGUM-Geschäftsstelle zu richten. Überweisung bitte unter Angabe von Verwendungszweck und Namen auf das DEGUM Konto:

Postbank Stuttgart
BLZ: 600 100 70
Kto.Nr.: 177 222 707

IBAN: DE55 6001 0070 0177 2227 07
BIC: PBNKDEFF

Bitte beachten Sie, dass Ihr Antrag erst bearbeitet wird, wenn die Bearbeitungsgebühr auf folgendem DEGUM-Konto eingegangen ist:
Postbank Stuttgart
IBAN:   DE55 6001 0070 0177 2227 07
BIC:     PBNKDEFF