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Mehrstufenkonzept & Zertifizierung

Die frühzeitige pränatale Diagnose fetaler Erkrankungen, Entwicklungsstörungen und Fehlbildungen führt in vielen Fällen zu einer Senkung der perinatalen Mortalität und Morbidität. Da mehr als 80 Prozent der betroffenen Feten keiner Risikogruppe angehören, kann dies nur über ein Ultraschall-Screening erreicht werden, wie es in den Mutterschaftsrichtlinien verankert ist.

Das Drei-Stufen-Konzept gewährleistet durch seine Qualitätsanforderungen an Untersucher und Gerätetechnik, dass ein flächendeckendes Screening (Stufe I) in ausreichender Qualität durchgeführt werden kann, und auffällige Befunde durch speziell ausgebildete und qualifizierte Untersucher (Stufe II und III) weiter abgeklärt werden.

Es soll so eine hochwertige Ultraschalldiagnostik von der qualifizierten Basisdiagnostik bis zu den Referenzzentren in Klinik und Praxis sicherstellen.

Definierte Anforderungen bei der Zertifizierung und regelmäßige Rezertifizierungen der entsprechenden Stufenanerkennungen sichern die Konstanz der Qualifizierung.

Formale Anforderungen an die Anträge

  • Alle Formulare, Bildnachweise und sonstige Nachweise für die Anträge der Stufen I&II sind in ausgedruckter, fest abgehefteter Form (keine Klarsichthüllen!) per Post an die nachstehende Adresse zu verschicken:

DEGUM-Geschäftsstelle
Büro Berlin
Charlottenstr. 79/80
10117 Berlin

  • Die Anträge des Kursleiters und der Stufe III sind als PDF (ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular bitte einscannen) per E-Mail an die Geschäftsstelle, Büro Berlin zu richten
  • Nachweise über besuchte Fortbildungsveranstaltungen und Facharzturkunden sind in Kopie beizufügen
  • Die 10-fache Bilddokumentation muss den Qualitätsanforderungen der DEGUM entsprechen (Qualitätsanforderungen Stufe I (pdf)). Es sollten pro Fall nicht mehr als die geforderten Ebenen eingereicht werden. Insgesamt soll die Anzahl der Fälle 10 weder über- noch unterschreiten.
  • Bitte verwenden Sie Register, um die Fälle untereinander und die Antragsunterlagen an sich voneinander zu trennen
  • Patientendaten (ausschließlich bestehend aus):
    1. Geburtsdatum der Patientinnen
    2. Initialen der Patientinnen
    3. Patienten-ID (falls in der Praxis oder Klinik vom Ultraschallsystem oder der Praxis- oder           Kliniksoftware vergeben)
  • Vorgaben zur Dokumentation der Anomalien bei Stufe II Erst- und Rezertifizierungsanträgen (gültig ab 01.01.2018)

Bei jeder Anomalie muss folgendes vorliegen:

  1. Kompletter Befundbericht mit Diagnose, Therapie/Prozedere und Unterschrift.
  2. Mindestens 1 US-Bild der Hauptanomalie, auf dem die Anomalie klar zu erkennen ist.
  3. Follow-Up Bericht: folgende Dokumente sind möglich:
  • Geburtsbericht bei lebenden Kindern und/oder
  • Kinderarztbrief und/oder
  • humangenetische Ergebnisse (z.B. Karyotypisierung)
  • Klinikbericht bei SS-Abbruch und/oder
  • Obduktionsbefund und/oder
  • Fotos
  • Anträge, die diese Bedingungen nicht erfüllen, dürfen nicht bearbeitet werden und müssen an den Antragsteller zurückgeschickt werden.

(Stand: 17.5.2017)