Ultraschallmediziner tagen in Mainz

12.10.2010 | DEGUM Pressemitteilungen, Pressemitteilungen 2010

Das Risiko für angeborene Erkrankungen bei Neugeborenen steigt mit dem Alter der Mutter. Deshalb haben in Deutschland Schwangere ab 35 Jahren Anspruch auf eine Fruchtwasseruntersuchung, die mögliche erbliche Schäden schon vor der Geburt offenlegt. Doch sie gefährdert auch Mutter und Kind. In vielen Fällen bietet das sogenannte Ersttrimester-Screening eine schonende Alternative: Dazu gehört neben einem Bluttest der Mutter eine Ultraschalluntersuchung des Kindes. Wie das Screening ungeborene Kinder schützen und die Früherkennung verbessern kann, ist ein Thema des 34. Dreiländertreffens der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin. „Ultraschall 2010“ findet vom 20. bis 23. Oktober im Congress Centrum Mainz statt.

Medizinischer Ultraschall zählt in vielen Fächern zur am häufigsten eingesetzten Form der bildgebenden Diagnostik. In der Inneren Medizin, Kardiologie, Neurologie, Urologie, Frauen- und Kinderheilkunde und sogar in der Tiermedizin kommt das für  Patienten schonende und sich ständig weiterentwickelnde Untersuchungsverfahren vielfach zum Einsatz. Fortschritte gibt es zum Beispiel auf dem Gebiet der Neuro- und Notfallsonografie. „Sie kommt etwa in Notaufnahmen und Intensivstationen bei schweren Kopfverletzungen zum Einsatz, denn hier bringt der Ultraschall ein schnelles erstes Ergebnis – oft schon im Notarztwagen“, erläutert Tagungspräsident Professor Dr. med. Eberhard Merz, Direktor der Frauenklinik am Krankenhaus Nordwest, Frankfurt am Main. Neu ist daher bei der diesjährigen Tagung der „Neurotag“ mit Schwerpunkt auf der Neuro-, Notfall- und Nervensonografie.
Zum Kongresspräsidium des Dreiländertreffens gehören auch Professor Dr. med. Dieter Nürnberg, Präsident der DEGUM, Professor Dr. med. Gebhard Mathis, Präsident der ÖGUM und Dr. med. H. R. Schwarzenbach, Präsident der SGUM.

So vielfältig wie die Sonografie selbst gestaltet sich das Kongressprogramm. Eine weitere Neuheit des diesjährigen Kongresses ist das Veranstaltungsformat „Sono Interdisziplinär“: „Experten aus verschiedenen Disziplinen diskutieren Themen wie Bauchspeicheldrüsen- und Krebsdiagnostik oder auch Herzdiagnostik beim Ungeborenen mit Beiträgen aus allen Blickwinkeln“, sagt Professor Merz. Im Rahmen von Refresherkursen und praxisorientierten Seminaren bilden sich Anwender auf der Tagung „Ultraschall 2010“ in einem umfangreichen Programm fort. Fast 200 Experten referieren auf der 34. Dreiländertagung im Congress Centrum Mainz. In etwa 40 Refresherkursen, zehn Anwenderseminaren, über 100 Vorträgen und mehr als 100 Postern erörtern sie Themen aus Grundlagenforschung und angewandter Ultraschallmedizin. Begleitend stellen mehr als 30 pharmazeutische und medizintechnische Firmen und Fachverlage ihre Produkte vor.

Auf der Internetplattform www.ultraschall2010.de können Interessierte bereits jetzt Podcasts mit Sonografie-Experten anhören und vorab Fortbildungsbeiträge und Wissenschaftsnews lesen. Für Ärzte kostet die Dauerkarte für „Ultraschall 2010“ bei Buchung bis zum 20. September 2010 195 Euro, danach 250 Euro. Weiterbildungs-assistenten zahlen einen ermäßigten Eintritt von 130 beziehungsweise ab dem 21. September 2010 150 Euro, Studenten generell 60 Euro. Weitere Informationen dazu auf der Website zum Kongress: www.ultraschall2010.de.

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