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Dokumentationsempfehlungen

Die Bilddokumentation und die Dokumentation der Strömungskurven können in der Regel nur einen Ausschnitt der sonografischen Untersuchung wiedergeben. Daher sind Auswahl und Inhalt der dokumentierten Bilder und Kurven in der vaskulären Ultraschalldiagnostik für die Nachvollziehbarkeit des Befundes entscheidend und stellen einen wesentlichen Bestandteil der Qualitätssicherung dar. Dem Rechnung tragend hat der Arbeitskreis Vaskulärer Ultraschall (AVU) Dokumentationsempfehlungen zur Qualitätssicherung in der vaskulären Ultraschalldiagnostik erstellt.

In den vier Anwendungsbereichen des vaskulären Ultraschalls - extrakranielle hirnversorgende Gefäße, intrakranielle hirnversorgende Gefäße, Extremitätenarterien und -venen, Arterien und Venen des Abdomens - werden darin Empfehlungen zum Umfang einer Standarduntersuchung, zum Umfang spezifischer indikationsbezogener Untersuchungen, zur Basisdokumentation im nichtpathologischen Fall und zur befundbezogenen Dokumentation spezifischer Pathologien gegeben.

Empfehlungen zur vaskulären Notfallsonografie

Notfalldiagnostische Untersuchungen müssen rasch und ausreichend sicher ein Leitsymptom differentialdiagnostisch abklären, um zügig eine entsprechende Therapie einleiten zu können. Blutende Gefäßverletzungen bedürfen für jedermann offensichtlich einer sofortigen Diagnostik und Therapie. Plötzliche einsetzende Schmerzen in einer Extremität sind charakteristisch für einen Gefäßverschluss und müssen immer dessen raschen Nachweis bzw. Ausschluss nach sich ziehen, da die Ischämietoleranz gewebeabhängig nur zwischen zwei (periphere Nerven) und 12 Stunden (Haut) liegt. Auch bei Patienten mit akuten Schlaganfallsymptomen ist eine sofortige und vollständige diagnostische Klärung der Durchblutungssituation des Gehirns notwendig, unabhängig davon ob die Symptome sehr schwer sind, sich bereits wieder zurückbilden oder nur noch leicht oder gar nicht mehr vorhanden sind. Eine gezielte Therapie und eine Vorbeugung neuer, dann häufig schwerer Schlaganfallsymptome innerhalb der nächsten Stunden können nur bei Kenntnis der Gefäßsituation erfolgen. 

Ultraschall, und hier insbesondere die farbkodierte Duplexsonografie, ist in diesen Notfallsituationen eine schnell durchführbare und nichtinvasive (und damit praktisch komplikationslose) Methode zur Beurteilung der Gefäßsituation. Jedoch unterscheiden sich Untersuchungsdurchführung und Fragestellung an den Untersucher erheblich von denen einer Routineuntersuchung, sodass der Arbeitskreis Vaskulärer Ultraschall dazu spezielle Empfehlungen erarbeitet hat.