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Mehrstufenkonzept Mammasonografie

Der Arbeitskreis Mammasonografie ist mit fast 1000 Mitgliedern der größte Arbeitskreis der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM).

Die Mammasonografie ist fester Bestandteil im Rahmen der modernen Mammadiagnostik geworden und integraler Bestandteil der aktuellen S3 Leitlinie. Die Sonografie als komplementäre Technik ist in ihrer Aussagekraft heute bei einer Effizienz angelangt, die der der Mammografie entspricht. Die Weiterentwicklung der Gerätetechnologie und der Einsatz der Hochfrequenzsonografie haben dazu geführt, dass die Mammasonografie heute mehr als nur eine Ergänzungstechnik bei der Beurteilung von Mammatumoren ist. Darüber hinaus wird die Mammasonografie zur Visualisierung minimalinvasiver Eingriffe genutzt und bei der direkten Destruktion von Mammagewebe (HIFU) eingesetzt.

Mit den modernen Schallsonden kann die Anatomie der Brust und Axilla dargestellt werden. Pathologische Veränderungen können von der physiologischen Brustdrüse und Axilla abgegrenzt werden. Unter Einsatz von Hochfrequenzsonden (10 MHz-18 MHz) ist es möglich geworden, auch Korrelate zu Mikrokalkherden zu erfassen.

Mit der Farb- und Dopplersonografie sowie der 3D-Sonografie und Elastografie sind neue technische Möglichkeiten hinzugekommen, die die Aussagekraft der Mammasonografie bei der Beurteilung von Mammatumoren verbessern. Neuere Techniken, wie das ABVS (Automatic Breast Volume Scanner) werden bereits erfolgreich eingesetzt.

Erfreulich für den Arbeitskreis Mammasonografie ist es, dass über 80 Prozent der Mitglieder eine Stufeneinteilung I-III und somit einen Qualifikationsnachweis im Rahmen der Mammasonografie besitzen. Ein wesentliches Ziel des AK ist es, ein nationales Netzwerk von qualifizierten Untersuchern zur flächendeckenden Versorgung aufzubauen.

Die Mitglieder haben die Möglichkeit einer kontinuierlichen Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der sonografischen Mammadiagnostik.

(Stand 01.03.2016)