Mit Ultraschall der „Schaufensterkrankheit“ vorbeugen

19.09.2010 | Pressemitteilungen 2010

Jeder Dritte bis Vierte über 65 -Jährige in Deutschland ist an einer „peripheren arteriellen Verschlusskrankheit“ (PAVK) der Beinarterien erkrankt, von denen circa ein Drittel eine sogenannte Schaufensterkrankheit aufweisen. Betroffene müssen dann wegen schmerzenden Waden beim Gehen häufig Pausen einlegen und bleiben deshalb oft vor den Auslagen stehen. Aber auch beschwerdefreie PAVK-Patienten sind hochgradig gefährdet, innerhalb weniger Jahre einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Die Erkrankung ist mit einer Ultraschalluntersuchung sicher und einfach festzustellen, wie die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) mitteilt. Die DEGUM erörtert Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten im Rahmen einer Pressekonferenz am 22. September 2010 in München.

Eine PAVK entsteht durch Ablagerungen in den Blutgefäßen und bleibt oft lange unbemerkt. „Um bei Betroffenen einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verhindern zu können, ist die rechtzeitige Diagnose entscheidend”, betont Dr. med. Hubert Stiegler vom Klinikum Schwabing in München im Vorfeld der Pressekonferenz. Aber auch andere Gefäßerkrankungen wie Entzündungen, Verletzungen oder Überbelastung lassen sich mittels Ultraschall sicher und für den Patienten schmerzfrei diagnostizieren. Selbst bereits bei Kindern können Gefäßerkrankungen vorkommen, die durch die nicht belastende Ultraschalluntersuchung erkannt werden können. Diagnose- und Therapiemöglichkeiten bei arteriellen und venösen Durchblutungsstörungen erläutert und demonstriert Dr. Stiegler in einer Pressekonferenz der DEGUM am 22. September 2010 in München.

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